Bärbel Scheuermann Naturheilpraxis, Frauenstr. 56, 89073 Ulm, Tel.: 0731-29892

Isopathie

Unter isopathischer Therapie versteht man Milieutherapie, wobei „Milieu“ das Zusammenspiel aller Stoffwechselprozesse meint, die im menschlichen Organismus stattfinden (z.B. in Blut, Lymphe und Bindegewebe). Die Isopathie geht davon aus, daß es das Milieu eines Menschen ist, das über Gesundheit oder Krankheit entscheidet, und nicht das Vorhandensein von Erregern. Folglich wird im Krankheitsfall nicht nur die Krankheit selbst behandelt, sondern es muß immer auch der Gesamtorganismus des Menschen miteinbezogen werden. Das Milieu muß saniert werden, damit eine dauerhafte Heilung möglich wird.

Dieser Therapie liegt ein medizinisches Verständnis zugrunde, das auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Prof. Dr. Günther Enderlein (1871-1968) zurückgeht und sich von schulmedizinischen Vorstellungen grundlegend unterscheidet.

Die schulmedizinische Auffassung darüber, wie Krankheiten entstehen und wie sie folglich behandelt werden müssen, basiert auf folgender Vorstellung: Blut und Gewebe des menschlichen Organismus sind absolut steril, d.h. frei von Mikroorganismen (Kleinstlebewesen). Für das Entstehen von Erkrankungen sind meist Erreger verantwortlich, wobei jeweils ein spezifischer Erreger (Bakterium, Virus, Pilz) zu einem bestimmten Krankheitsbild führt. Die Therapie einer Erkrankung besteht deshalb in der Bekämpfung des Erregers (mit Hilfe von Antibiotika, Antimykotika usw.) und das Behandlungsziel ist gleichbedeutend mit der Vernichtung der Erreger, bzw. mit dem Verschwinden der Symptomatik.

Die Isopathie vertritt dagegen die Ansicht, daß im Blut und in allen Körperzellen kleinste Eiweißmoleküle (Mikroorganismen, Mikroben) vorhanden sind, die in Symbiose mit dem menschlichen Körper zusammenleben. D.h. die Mikroben leben vom menschlichen Körper und arbeiten zugleich für ihn. Sie sind für unseren Organismus unentbehrlich, da sie einen wichtigen Beitrag leisten für Funktionen des Abwehrsystems, die Fließeigenschaft des Blutes, Zellatmung und weitere Stoffwechselvorgänge.

Bei einer Veränderung des körperlichen Milieus können sich diese Mikroorganismen in ihrer Gestalt verändern und pathogen (krankmachend) werden. Aus ursprünglich nützlichen Mikroorganismen werden nun den Organismus belastende, krankmachende Mikroben. In der Folge kommt es zu einer Störung der Körperfunktionen. Zugleich kann auf Erreger oder krankmachende Einflüsse der Außenwelt nicht mehr optimal reagiert werden - eine Erkrankung entsteht.

Zu einer Milieuveränderung kommt es durch Übersäuerung, falsche Ernährung (hoher Zuckerkonsum, übermäßiger Verzehr tierischen Eiweißes), Genußgifte, Schwermetalle (Amalgam), Medikamente, nicht ausgeheilte chronische Entzündungen (Zahnherd u.a.) und chronischen Streß. In welchem Zustand sich das innere Milieu befindet, kann mit Hilfe der Dunkelfeld-Mikroskopie festgestellt werden (Betrachten des Lebendblutes mit 1000-facher Vergrößerung). 

Die isopathische Therapie besteht in einer Verabreichung von isopathischen Präparaten der Fa. Sanum-Kehlbeck. Diese ermöglichen, daß die pathogenen Mikroorganismen sich wieder in gesunde Wuchsformen zurückentwickeln, die in Symbiose mit dem Körper leben und ihm ermöglichen, seine Funktionen wieder gut erfüllen zu können.

Zugleich muß das innere Milieu saniert werden. Dazu sind - je nach individuellem Fall - verschiedene Maßnahmen der Entgiftung, Entsäuerung, Herdsanierung, Ernährungsumstellung, Allergenkarenz o.a. notwendig.

Das Ziel einer isopathischen Therapie ist also nicht das bloße Verschwinden der Symptomatik, sondern die tiefgreifende Gesundung eines krankgewordenen inneren Milieus des Körpers.

Literaturhinweis: Franz Arnoul: „Der Schlüssel des Lebens“, ISBN 3-87667-196-5

 

 

 


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